Der Regler by Max Landorff

Titel: Der Regler
Autor: Max Landorff
ISBN: 978-3502110668
Seiten: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 8. Juni 2011
Verlag: Scherz Verlag
Genre: Thriller
Bewertung: 1,5 Punkte

Gabriel Tretjak ist ein ungewöhnlicher Mann mit einem noch ungewöhnlicheren Beruf. Er ist der Regler. Seine Klienten sind die Reichen und Mächtigen, in deren Auftrag er in ihr Schicksal eingreift. Er kennt keine moralischen Grenzen, dennoch sucht er sich seine Klienten aus. Sie vertrauen ihm und sie werden nicht enttäuscht, am Ende wird alles gut ausgehen. Tretjak hat gewisse Grundprinzipien und ganz spezielle Methoden, Methoden die er über die Jahre und mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse der Psychologie bis hin zur Gehirnforschung verfeinert hat. Als der erste Tote auftaucht und alle Spuren, die der Mörder hinterlassen hat, zu Tretjak führen, wird ihm klar, dass das Motiv in seiner Vergangenheit zu finden ist und er muss erkennen, dass er alles regeln kann, nur nicht seine Vergangenheit...

Max Landorff ist ein Pseudonym und der Regler ist sein erster Thriller.

Das Buch macht einen tollen ersten Eindruck, das Cover ist so geheimnisvoll und weckt Neugier. Wer ist der Regler und was verfolgt ihn. Als ich das Buch aufschlug, fiel eine Visitenkarte heraus. Auf der Vorderseite stand: "Gabriel Tretjak - Regler -" und auf der Rückseite "Was kann ich für sie regeln? www.wer-ist-der-regler.de", darunter ist in Handschrift der Hinweis: "Passwort: Tretjak" gedruckt. Ich war begeistert, so etwas ist doch recht ungewöhnlich und nach einer grandiosen Verpackung kommt in in der Regel ein grandioser Inhalt. Aber was ist schon die Regel?!

Ok, wer ist nun der Regler? - Das ist eine gute Frage. Die Beschreibung des Reglers ist ebenso vage wie Die Abbildung des Mannes auf dem Cover. Der große schwarze Mann. Die Hauptfigur. Der Regler entpuppt sich hier ziemlich schnell als passives Opfer und rückt sehr stark in den Hintergrund. Er hat also gar nichts von einer Hauptfigur als solche. Immer wieder tauchen neue Personen auf, andere Orte und zahlreiche unwichtige Details. Alles sehr sprunghaft und unvollständig. Kaum etwas wird "abgeschlossen". Solche sprunghaften Wechsel finde ich eigentlich sehr gut, sie sorgen nicht nur für das gewisse Extra, sondern machen das Ganze spannender und aufregender. Hier wird jedoch Gegenteil erreicht und das ist mehr als ärgerlich. Es fehlen konkrete Motive, Zusammenhänge und Verbindungen zu auftauchenden Personen. Aus einer Mücke wird ein Elefant gemacht. Was damit bezweckt werden sollte, bleibt für mich völlig unklar. Am Ende sind so viele Fragen offen und als Leser kam ich mir irgendwie veräppelt vor. Max Landorff lässt einem ziemlich im Regen stehen. Die ganze Story und auch der Regler sollen sehr undurchsichtig sein, für Gabriel Tretjak mag das noch zu treffen, allerdings war mir von Anfang an klar, wer hinter den Morden steckte, zwar kannte ich das Motiv noch nicht, aber das kann man auch am Ende nur erahnen. 

Alles in Allem war mir dieses Buch zu oberflächlich und nichts sagend. Der Regler - eine Idee mit sehr viel Potenzial nur leider nicht hier in diesem Buch! Schlechtes Marketing ist immer noch besser als keines, so heißt es doch, aber gutes Marketing verbessert noch lange nicht das beworbene Objekt: In diesem Fall die Umsetzung der Idee. 


Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei Lovelybooks und beim Scherz Verlag bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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