[Rezension] Der Hexer 01 - Die Spur des Hexers

Der Hexer von Salem - Sammler Edition - Band 1/24
Titel: Die Spur des Hexers
Autor: Wolfgang Hohlbein
ISBN/EAN: 4026411107714
Seiten: 224 Seiten
Erscheinungsjahr: 2003
Verlag: Weltbild
Genre: Horror
Bewertung: 3,5 Punkte

Aufgrund eines Fluches wird Roderick Andara, genannt der Hexer, von Raum und Zeit gejagt. Schweren Herzens entschließt er sich seinen Sohn Robert in die Obhut einer Pflegemutter zu geben. Zu spät erst erkennt er, dass er in eine Falle geraten ist. Der Junge wird entführt. Um das Leben seines Sohnes zu retten, muss Andara sich einem grenzenlos überlegenen Gegner stellen. Sein einziger Helfer ist der geheimnisvolle H.P. Lovecraft, doch mehr und mehr befallen Andara Zweifel, ob er Lovecraft wirklich vertrauen kann.

Wolfgang Hohlbein ist wohl einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands und bezeichnet sich selbst als Workaholic. Interessanter Weise sieht er sich selbst nicht als einen intellektuellen Schriftsteller mit moralischen Botschaften, sondern lieber als Unterhaltungsautor. Desweiteren sieht er J. R. R. Tolkien, Michael Ende, Edgar Allan Poe, Stephen King und H. P. Lovecraft als seine wichtigsten Vorbilder. Trotz das Hohlbein kein Christ ist, dient ihm das alte Testament als "eine unversiegbare Quelle für Ideen". Der Hexer von Salem ist nach wie vor einer seiner erfolgreichsten Serien und zu gleich auch seine Lieblingsserie.

Ich glaube ich brauche keinesfalls zu erwähnen, dass Wolfgang Hohlbein wahrhaftig ein Meister der Schreibkunst ist, ganz gleich ob es sich um Horror-, Science-Fiction- oder Fatasygeschichten dreht. Mit der Spur des Hexers taucht der Leser sofort in das Geschehen ein und befindet sich zusammen mit Roderick Andara auf der Flucht. Hohlbein weiß einfach, wie er seinen Leser umgehend in seinen Bann ziehen kann. Sein Schreibstil ist leicht und flüssig und er hat etwas mystisches. Eben genau das, was eine solche Story (und auch Serie) benötigt. Der Leser wird ein Teil dieses Buches und fühlt die schreckliche Bedrohung, die von diesen Kreaturen ausgeht, ebenso wie Roderick Andara selbst.
Zweimal hundert Millionen Jahre sind seither vergangen, und seit zweimal hundert Millionen Jahren warten sie, denn das ist nicht tot, das ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt...
(Seite 182)
Obwohl ich Hohlbein kenne und es wage, eine aufkommende Langatmigkeit dieser Serie zu bezweifeln, gibt es doch irgendetwas in mir, dass noch nicht zu hundert Prozent davon überzeugt ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den weiteren Verlauf und was Roderick bzw. eher seinem Sohn so alles wiederfährt.

Eine gute, schaurige und düstere Story und um es mit Hohlbeins eigenen Worten zu sagen:
Lauter verrücktes Zeug. (...) Ein wenig Mystik, gemischt mit echter Historie und einem guten Schuss Unsinn"
(Seite 124)

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