[Rezension] Dan Brown - Diabolus

Titel: Diabolus
Autor: Dan Brown
ISBN: 978-3404157624
Originaltitel: Digital Fortress
Seiten: 528 Seiten
Erscheinungsjahr: 2007
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Thriller
Bewertung: 5 Punkte

Die kryptographische Abteilung des US-Geheimdienstes NSA verfügt über einen geheimen Super-Computer, der in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit jeden Code (und somit jede verschlüsselte Botschaft) zu knacken. Der Rechner kommt zum Einsatz, wenn Terroristen, Drogenhändler und andere Kriminelle ihre Pläne mittels codierter Texte verschleiern und die Sicherheit der USA auf dem Spiel steht. In der Vergangenheit konnten die Kryptographen täglich hunderte von Codes knacken - bis zu dem Tage, als Diabolus zum Einsatz kommt: Ein mysteriöses Programm, das den Super-Rechner offenbar überfordert. Der Entwickler des Programms droht, Diabolus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Würde dieses Programm zum Verschlüsselungs-Standard werden, wäre der erfolgreichen Verbrechensbekämpfung der NSA über Nacht die Basis entzogen. Die Mitarbeiter des Geheimdienstes setzen alle Hebel in Bewegung, das drohende Desaster zu verhindern...


Der Klappentext hörte sich für mich nach einem durchschnittlich spannenden Buch an. Mit dem Durchschnitt hat dieses Buch rein gar nichts zu tun: ein geniales Meisterwerk. Diabolus beginnt mit dem Tod von Ensei Tankado, dem Entwickler und Programmierer von Diabolus. Der Schlüssel, also der Code, zum dechiffrieren von Diabolus trägt Ensei bei sich, nämlich einen Ring, den er in seinen letzten Atemzügen einem Passanten gibt. Nun beginnt die Jagd nach diesem Ring.

Der Aufbau der Geschichte ist mehr als gelungen. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und ermöglichen dadurch ein schnelleres Lesen. Im gleichmäßigen Wechsel befindet sich der Leser zum einem zusammen mit David Becker auf der Jagd nach dem Ring und zum anderen mit Susan Fletcher und vielen anderen in der NSA oder aber bei Verhandlungen den Schlüssel zu verkaufen.

Dan Browns Schreibstil ist sehr angenehm. Abkürzungen, technische Dinge usw. werden dem Leser umgehend verständlich erklärt. Der Leser erhält zudem viel Hintergrundinformation: wie sich ein Code aufbaut, was ihn ausmacht und wie man ihn knacken kann. Hier macht das Lesen richtig Spaß. Man muss definitiv kein As in Mathe gewesen sein um die Zusammenhänge und Funktionen zu verstehen. Brown legt raffinierte Spuren, die dem Leser immer wieder von seinen Vermutungen abbringt. Eine atemberaubende und spannende Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch bis zum Ende. Die Spannung steigert sich im letzten Teil fast ins Unendliche und das machte mir das 'vernünftige' weiterlesen wirklich schwer, denn meine Augen überflogen, ganz automatisch, die folgenden Abschnitte: Ich wollte so schnell wie möglichen wissen, wie es endet. Ein Abwarten war fast schon unerträglich, im positiven Sinne!

Fazit: Ein Buch, das auf den ersten Blick durchschnittlich aussieht, sich beim Lesen allerdings als einen atemberaubenden Thriller entpuppt - extrem spannend, kein bisschen durchsichtig und absolut realistisch!

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