Review: Strange Days I by Fred Ink

Strange Days I
by Fred Ink
#1 of the Strange Days Trilogie
Published: 2011
Number of Pages: 220
Genre: Fantasy, Horror
Rating: 5 Points

Was tust du, wenn dich geflügelte Killer jagen, die niemand außer dir sehen kann? Und was denkst du, wenn sich die deinem Kater entsprungene Einbildung als real entpuppt? Alex Vendigs Leben scheint eine Gratwanderung zwischen Wahnsinn und Halluzination zu sein: Eine Verflossene, gegen die aller Alkohol der Welt nichts hilft, ein blaues Äffchen namens Mojo, das schreckliche Gefahren prophezeit, ein durchgeknallter Polizist, der ihn umbringen will... Aber alles ist real, selbst die Monster, die ihn bis in die Wohnung seines Freundes David verfolgen. Die beiden Jungs müssen verschwinden, und es gibt nur einen Ort, an den sie fliehen können: die Welt des kleinen blauen Affen. Sie ahnen nicht, dass dort noch viel größere Schrecken auf sie lauern...
Folge Alex und David in den Beginn einer Fantasy-Trilogie voller Action, Humor, Parallelwelten, Sex, Drogen und Gewalt, gewürzt mit einer Messerspitze Horror und abgeschmeckt mit einer großen Prise Lovecraft!

Ich muss zugeben, anfangs war ich etwas skeptisch, doch die Erwähnung H.P. Lovecrafts* machte mich neugierig. Strange Days - ein Titel der dem Inhalt mehr als gerecht wird: Als Alex erwacht und einen blauen Affen an der Decke hängen sieht, wird es für ihn Zeit die Finger vom Alkohol zu lassen. Nachdem er endlich begriffen hat, dass das blaue "Ding" real ist und nicht seiner Fantasie entspringt, wird es für Alex auch schon ziemlich gefährlich. Auf ihn wurden Killer, kleine Wesen aus der Welt des blauen Äffchens, angesetzt, die seinen Tod wie einen Unfall aussehen lassen sollen. Noch ehe er sich es versieht steht er einem dieser Killer gegenüber. Ihm gelingt vorerst die Flucht, doch schon bald ist auch sein Freund, David in Gefahr. Die einzige Chence ist die Flucht in die Welt des blauen Äffchens, dass Alex Mojo nennt...

Im Volksmund heißt es doch so schön "aller Anfang ist schwer". Anscheinend trifft dies für Fred Ink nicht zu. Mit seinem Debutroman und dem ersten Teil einer Fantasy-Trilogie erschafft er sein eigenes Universum, bei dem er nicht zu Letzt von H.P.Lovecraft inspiriert wurde. Ein Buch, welches uns eine spannende und völlig andere 'Weltanschauung' präsentiert. Zusammen mit dem Protagonisten Alex tauchen wir in ein actionreiches Geschehen ein, das uns (auch Alex) zunächst völlig fremdartig erscheint. Erst als wir mit dem ersten sonderbaren Killer konfrontiert werden, vergehen die gehegten Zweifel. Jetzt wird es richtig spannend und kurz darauf lernen wir auch Alex' Freund David kennen. David, eine Figur, die einem nicht nur auf Anhieb sympathisch ist, sondern einem auch eine breitere Sichtweise ebnet und uns damit das Begreifen und Erfassen des "strangen" Tages erleichtert. Außerdem ist er trotz seiner 'Kiffer-Umgangssprache', die für den ein oder anderen sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, der Ruhepol im großen Chaos und sorgt mit seiner coolen und souveränen Art für ein harmonisches Fortlaufen der Geschichte. Man fühlt sich schon längst mich mehr als Leser. Fred Ink knüpft leise und lautlos ein unsichtbares Band zwischen seinem Werk und seinem Leser. Und sorgt zusammen mit den gut gewählten Stück-für-Stück-Einblicken und seinem angenehm frischen Schreibstil für ein leichtes Lesevergnügen. Seine Ideen und die Beschreibungen der Parallelwelt sind mehr als gelungen.

Fazit: Das Buch ist spitze und wie das Cover bereits versprach: "voller Action, Humor, Parallelwelten, Sex, Drogen und Gewalt, gewürzt mit einer Messerspitze Horror und abgeschmeckt mit einer großen Prise Lovecraft!". Es ist total schräg oder um es mit David's Worten auszudrücken: cränker Shize, Alter! Ein einzigartiges Buch. Ich liebe es und kann es kaum erwarten den zweiten und dritten Teil zu lesen.


An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz herzlich beim Autor Fred Ink und beim BoD-Verlag bedanken, die mir dieses Buch zur Verfügung gestellt haben. Vielen Dank.



*H.P. Lovecraft (1890-1937) der Altmeister des Horrors.
Er erschuf ein Universum, in dem finstere und machtvolle Wesen von einem anderen Stern auf die Erde kamen, sie sich Untertan machten bis die Gottheiten sie in eine Zwischenwelt verbannt haben, wo sie fortan schliefen, bereit zu erwachen und ihre Herrschaft erneut anzutreten. Lovecraft lud andere Autoren ein, seine Idee aufzugreifen und weiterzuführen und somit seine Kreaturen am Leben zu erhalten, wenn er längst tot war. Mit seinem Tod wurde der Kernsatz seiner Geschichten erst richtig lebendig: Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt.

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